28mm Bolt Action Deutscher Whrmachtssoldat - Beispiel Gesichtsbemalung

Hautfarben – meine Technik bei 28mm Miniaturen

Mit meiner bisherigen Technik für das Malen von Haut von Miniaturfiguren im Maßstab 28mm war ich nicht sonderlich zufrieden. Deshalb habe ich mit einigen unterschiedlichen Techniken experimentiert und möchte hier die Technik vorstellen, die meiner Meinung nach das beste Ergebnis liefert, um schön bemalte Miniaturen auf dem Spieltisch zu präsentieren. Es handelt sich dabei aber nicht um eine Maltechnik, mit der bei Wettbewerben Preise gewonnen werden, sondern ganz einfach um eine, die für Spielfiguren auf dem Tisch bestimmt ist. Ich möchte meine Technik anhand einer Miniatur eines deutschen Infanteristen des 2. Weltkriegs in 28mm vorstellen, die für Bolt Action bemalt wird.

28mm Bolt Action Deutscher Wehrmachtssoldat - Beispiel Hautbemalung
Meine Technik für die Bemalung von Haut für 28mm Miniaturen.

Farben

Für diese Maltechnik benutze ich folgende Farben:

  • Vallejo Game Color 72.066 – Tan
  • Vallejo Game Color 72.041 – Dwarf Skin
  • Vallejo Model Color 70.951 – White
  • Army Painter – Quickshade Soft Tone Ink

Vorbereitung zum Bemalen

Meine Figuren grundiere ich zunächst mit der Airbrush. Dazu benutze ich zunächst die schwarze Polyurethangrundierung von Vallejo (73.602), anschließend sprühe ich ebenfalls mit der Airbrush von oben mit der weißen Polyurethangrundierung von Vallejo (74.600) einen weißen Farbnebel auf die Figuren um ein erstes Highlight auf Grundierungsebene zu erzeugen. Das Ergebnis dieser Grundierungsarbeiten sieht man beispielsweise am Helm auf dem Foto ganz gut.

Dieses erste Highlight hilft mir dann bei der Bemalung, um natürliche Schattierungen zu erhalten, da bei dem Farbauftrag von verdünnten, nicht vollständig deckenden Farben eine natürliche Schattierung entsteht, die den Gesamtkontrast am Ende unterstützt.

Bemalung

Als Grundfarbe benutze ich Tan (066), die deckend auf alle Hautzonen aufgetragen wird. Sie dient als Grundfarbe und liefert die tiefsten Hautschattierungen.

Als erstes Highlight mische ich einen Farbton der etwa mittig zwischen Tan (066) und Dwarf Skin (041) liegt und bemale damit alle Stellen der Haut, die nicht in tiefem Schatten liegen sollen. Dabei spare ich Augen, das Ohrinnere und die innere Mundpartie aus.

Bei der nächsten Highlightschicht arbeite ich nur mit Dwarf Skin (041) und reduziere dabei die Auftragsflächen, lasse also etwas des vorhergehenden Highlights durchscheinen. Zu erwähnen ist, dass auch hier meine Farbe nicht deckend, sondern gut verdünnt und durchscheinend ist.

Anschließend mische ich etwa im Verhältnis 3:1 Dwarf Skin (041) mit White (951) für das nächste Highlight, das nur noch an wenigen Stellen aufgetragen wird. Wie gehabt sollten die beiden vorhergehenden Highlights an den Rändern der Auftragsfläche zu sehen sein. Besondere Aufmerksamkeit widme ich bei dieser Schicht den Wangenknochen, der Ober- und Unterlippe sowie den Ohrläppchen, Fingerknöcheln und Oberseiten der Finger.

Das letzte Highlight ist ein extremes Kantenhighlight mit einer Farbmischung 1:3 Dwarf Skin (041) und White (951), das nur an den ganz wenigen Stellen aufgetragen wird, die wirklich sehr hell sein sollen.

Quickshade

Nach dem Trocknen überziehe ich alles mit dem Army Painter Softtone-Quickshade. Das bringt zum einen die Highlights zusammen und zum anderen sind die Farbübergänge zwischen den einzelnen Highlights weniger ausgeprägt und das Gesamtergebnis ist meinem Erachten nach eine natürliche Hautfarbe für Mittel- und Nordeuropäer.

Außerdem werden die Schatten zum Beispiel zwischen den Fingern und dort, wo noch die Grundbemalung mit Tan durchscheint, verstärkt. Insgesamt wird der Kontrast so noch etwas weiter hervorgehoben.

Was ist Eure Meinung? Gefallen Euch Technik und Ergebnis? Habt Ihr Verbesserungstipps? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

 

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